Plattenspieler Test: Testsieger und großer Ratgeber (2022)

Sie haben sich also dazu entschlossen, sich einen Plattenspieler zuzulegen? Zu dieser Entscheidung kann ich Sie nur beglückwünschen und hoffentlich können wir Ihnen mit unserem persönlichen Plattenspieler Test und Vergleich bei der Auswahl helfen.

Bei mir ist der Schritt zurück zur Schallplatte schon ein bisschen länger her, aber die Faszination ist immer noch dieselbe. Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir damals und Sie sind über ein Familienmitglied an eine große Plattensammlung gekommen? Was auch immer der Grund war, der erste Schritt ist bei den meisten Musikliebhabern die Anschaffung eines Plattenspielers.

Um Ihnen die Auswahl ein wenig leichter zu machen, haben wir Testberichte gewälzt, die besten Plattenspieler unter die Lupe genommen und diesem Artikel zusammengestellt. Berichte von Institutionen wie Stiftung Warentest oder von Fachmagazinen sind natürlich auch immer eine gute Anlaufstation und wurden entsprechend berücksichtigt.

Plattenspieler Test: Unsere Favoriten

Bei der Auswahl der gezeigten Plattenspieler, waren uns vor allem Preis und Leistung am wichtigsten. Sie sollen guten, satten Sound bei einem fairen Preis bieten. Wir starten mit den einsteigerfreundlichen Geräten und arbeiten uns dann preislich weiter nach oben.

Dual DTJ 301.1 USB Plattenspieler

Die alten Schallplatten in guter Qualität digitalisieren und auch hören, beides ist mit dem Dual DTJ 301.1 Plattenspieler kein Problem. Die passende Software gibt es gleich dazu, alles in allem ein tolles Paket für Einsteiger und alle die ihre Sammlung wieder beleben wollen.
Highlights sind der Quarzgesteuerter Direktantrieb, die Pitch-Control, das MM-Tonabnehmer-System, die Nadelbeleuchtung und die mitgelieferte Software Audacity.

Dual DT 210 USB Schallplattenspieler

Für alle die ihre alten Platten entstauben und auf einen Computer übertragen wollen und trotzdem Wert auf die Qualität des Plattenspielers legen eignet sich der Dual DT 210 USB. Dual ist eine Marke, auf die man auch im unteren Preissegment setzen kann, man sollte von einem so günstigen allerdings auch nicht zu viel erwarten.

Der Dual bietet einen Riemenantrieb, eine Tonarmautomatik, eine Autostop-Funktion und einen eingebaute Vorverstärker, falls keine passenden Lautsprecher zur Verfügung stehen.

Sony PS-LX310BT

Würde ich heute neu in das große Thema Schallplatte und Plattenspieler einsteigen und hätte keinen Plattenspieler, dann würde es vermutlich der Sony PS-LX310BT werden. In Sachen Ton kann er nicht ganz mit den höheren Preisklassen mithalten, dafür hat der Plattenspieler aber andere große Vorteile.

So kann er ohne Kabel, dafür via Bluetooth, extrem einfach mit passenden Lautsprechern oder einer Soundbar verbunden werden und ich muss mit keine Gedanken über Kabel, Verstärker oder sonst was machen.

Rega Planar 2

Wenn ein Plattenspieler in so vielen verschiedenen Tests mit „Sehr gut“, „Spitzenklasse“ und „Überragend“ bewertet wird, wie der Rega Planar 2, dann darf er hier natürlich nicht fehlen. Der schlichte aber hochwertige Plattenspieler bietet knackigen Klang und ein enorm gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Highlights sind ganz klar der extrem schnelle und einfache Aufbau, der Rega Carbon MM-Tonabnehmer und der puristische Verzicht auf alle unnötigen Extras.

Pro-ject Rpm 1.3 Genie

Vor allem das Design, des Pro-ject Rpm 1.3 Genie ist ein absoluter Hingucker, aber hier zählen nicht nur die äußeren Werte. Klanglich kann der kleine Rpm 1.3 auch so einiges und das liegt natürlich auch an dem verbauten Ortofon 2M Red Tonabnehmer.

Auffällig ist ganz klar die Optik mit dem außen laufenden Silikon-Riemen aber auch klanglich macht der vormontierte und justierte MM-Tonabnehmer Ortofon 2M Red richtig viel Spaß.

Quellen: Stiftung Warentest, AUDIO, Hi-Fi Test, Stereoo, Hi-Fi Stars, fairaudio, AUDIO TEST;

Plattenspieler Test von Stiftung Warentest

Unter dem Motto „Rückkehr der Sinnlichkeit“ hat die Stiftung Warentest insgesamt 16 Plattenspieler genau unter die Lupe genommen.

Was uns an dem Test besonders gut gefallen hat, ist das breite Spektrum, das abgebildet wird. So finden sich moderne Plattenspieler mit durchschnittlichen Preisen von ca. 200 Euro, aber auch Geräte die über 1000 Euro kosten. Elf der getesteten Plattenspieler lassen sich manuell, drei voll- und zwei halb automatisch bedienen.

Zu erwarten waren die Prüfkriterien, es wurde besonders hoher Wert auf Ton, die Handhabung, die Verarbeitung, aber auch auf die Vielseitigkeit gelegt. Beeindruckend und ein gutes Zeichen für die gesamte Plattenspieler-Industrie ist das Ergebnis, es schnitten 15 von 16 Geräten mit einer Gesamtnote von „gut (2,0)“ ab. Der Testsieger wurde der Magnat MTT 990.

Hier noch ein Blick auf die Highlights bzw. die besten Plattenspieler aus dem Test:

  • Magnat MTT 990: Reduziert aufs Wesentliche handelt es sich bei dem Magnat MTT 990 um einen manuellen Plattenspieler, der ohne Zusätze wie Bluetooth oder USB auskommt. Dafür hat er in den Kriterien Verarbeitung und Ton überzeugt und konnte sich so die Gesamtnote 1,9 und den ersten Platz als Testsieger sichern.
  • Denon DP-400: Ebenfalls mit Bestnoten in Sachen Ton und Verarbeitung muss sich der Denon DP-400 mit einer Gesamtnote von 2,0 knapp hinter dem Magnat einreihen. Dafür kostet der Denon auch nur etwa die Hälfte und das kann im Verhältnis einen wichtigen Unterschied machen. Beim Denon DP-400 handelt es sich um einen automatischen Plattenspieler, der nach dem Ende der Platte den Tonarm zurückführt und sich abschaltet.
  • Sony PS-LX310BT: Wir sind Fan vom Sony PS-LX310BT, denn im Grunde ist er alles das, was man von einem modernen Plattenspieler will. Zwar wurde der Ton des Sony beim Test der Stiftung Warentest nur mit der Note 2,6 bewertet, er hat dafür aber andere Vorteile. Der wohl Wichtigste ist die Bluetooth-Schnittstelle für eine kabellose Verbindung zu Lautsprechern, Soundbars, Kopfhörern und anderen Geräten.

Alles in allem zeigt der Test, dass der Standard bei Plattenspieler sehr hoch ist. Ebenfalls wichtig ist die Erkenntnis, dass es nicht unbedingt das teuerste vom Teuren sein muss, um gute Tonqualität zu bekommen.

Bereits vor einigen Jahren und unter Berufung auf einen Test des Stiftung Warentest Partners „Which?“ aus Großbritannien wird der Rega Planar 2* als bester Plattenspieler von Stiftung Warentest empfohlen.

Das macht auch Sinn, denn der Planar 2 ist echt ein tolles Teil und bestens geeignet für werdende Hifi Enthusiasten. Da der Planar 2 nicht wirklich ein Schnäppchen ist und gerade für Einsteiger vielleicht wirklich eine Spur zu teuer sein könnte, wird ebenfalls der kleinere Bruder empfohlen. Der Planar 1* ebenfalls von Rega ist ein ganzes Stück günstiger, ist aber immer noch ein hochwertiger Plattenspieler an dem man als Neu- oder Wiedereinsteiger enorm viel Freude haben wird.

Der dritte im Bunde ist der Pioneer PL-30-K* der das englische Magazin vor allem durch seinen Klang und die Handhabung überzeugte. Im Gegensatz zu den beiden Modellen von Rega ist der Pioneer nämlich ein Vollautomat.

Alle drei Modelle sind nur zum Hören und nicht zum digitalisieren gedacht, denn über einen USB-Anschluss verfügt keiner von ihnen.

Bluettooth Plattenspieler

Kein Bock auf Kabelsalat? Dann ist ein Bluetooth Plattenspieler vielleicht genau das richtige für Sie. Weiter oben gab es zwar schon einen Bluetooth Gerät mit dem Sony PS-LX310BT, aber der Markt wächst schnell und hier kommen noch ein paar Alternativen.

Teac TN-180BT(B)

Der Plattenspieler Teac TN-180BT(B) verfügt über einen Riemenantrieb und unterstützt die gängigen Abspielgeschwindigkeiten 33/45/78 U/min. Als Bluetooth Plattenspieler verfügt er natürlich auch über einen integrierten Bluetooth-Sender, der für Lautsprecher und Kopfhörer genutzt werden kann. Er bringt aber sonst alles mit um an eine Anlage betrieben zu werden.

Bluetooth Plattenspieler sind noch recht neu auf dem Markt, deswegen gibt es auch noch nicht sonderlich viele Modelle und natürlich auch keinen wirklichen Test für diese Geräte.

Trotzdem ist die kabellose Übertragung mit Bluetooth, gerade für Einsteiger in die Welt der Plattenspieler reizvoll, immerhin können sie ohne weitere Geräte anschaffen zu müssen mit jeder bereits vorhandenen Bluetooth Lautsprechern verbunden und sofort genutzt werden.

Mein Tipp, wenn es unbedingt ein Plattenspieler mit Bluetooth sein soll, kaufen Sie ein Gerät das sich auch so in eine Hifi-Anlage einfügen lässt und auch einen guten analogen Sound produziert.

In Frage kommen würden hier hauptsächlich zwei Geräte, der Teac TN-400BT-MS* oder der Akai Professional BT500*.

Wenn es etwas günstiger sein soll, dann käme auch der Akai BT100* infrage.

USB oder lieber nicht?

Ein neues Lieblings-Feature der Plattenspielerhersteller ist es einen USB-Anschluss in die Geräte einzubauen, deswegen dürfen die USB-Geräte hier auch nicht fehlen. Dieser USB-Anschluss in Verbindung mit der passenden Software erlaubt es Ihnen die gehörte Musik in MP3’s umzuwandeln.

Wer große Plattensammlungen digitalisieren möchte oder einfach nur alte und wertvolle Platten sichern möchte, um diese dann digital zu hören und das teuer Original lieber im Schrank zu lassen, für den ist ein solcher USB-Anschluss eine sinnvolle Ergänzung.

Es gibt aber auch einen Grund, warum viele Platten-Enthusiasten auf Geräte ohne USB-Anschluss setzen. Der Einbau des USB-Ports ist nicht umsonst und oft werden die Kosten durch andere Teile von niedrigerer Qualität wieder aufgefangen.

So haben USB-Plattenspieler leider oft das Nachsehen in Sachen Soundqualität, wobei man ehrlich gestehen muss, dass der Unterschied dem ungeübten Ohr kaum auffallen wird.

Den neuen Plattenspieler einstellen

Jetzt ist der Plattenspieler zwar endlich angekommen aber wie zum Teufel bekommt man das Ding jetzt an die Anlage oder den Verstärker angeschlossen und noch viel wichtiger, was muss man da alles einstellen?

Den Plattenspieler an die heimische 5.1 Anlage oder die bereits zurechtgestellten Lautsprecher samt HiFi-Verstärker anzuschließen geht meistens noch recht flott.

Schwieriger wird es den Plattenspieler einzurichten und richtig einzustellen.

In dem Video ist zu sehen, wie ein Plattenspieler Schritt für Schritt eingestellt wird.

Hinweis: Sollten Sie alles richtig eingestellt haben und es ist trotzdem nichts oder ein leises Brummen zu hören, dann haben Sie vermutlich einen Plattenspieler ohne Vorverstärker erworben. Bei modernen Anlagen muss dann ein externer Vorverstärker nachgerüstet werden.

Kurzer Ausflug in die Technik

Ganz im Gegensatz zu CD-Spielern ist es bei einem Plattenspieler nicht schlecht zumindest ein bisschen zu wissen, was man da vor sich hat. Die Qualität der einzelnen Bauteile kann sehr unterschiedlich sein und das nicht nur in Sachen Material und Preis.

Das Gehäuse des Plattenspielers

Das Gehäuse oder auch die Base, ist das Fundament des Plattenspielers. Hier ist der Motor verbaut und hier sind auch die Füße montiert. Die Füße und das Gehäuse bilden die Grundlage für einen guten oder schlechten Sound.

Der Plattenteller

Der Plattenteller ist neben dem Tonarm das wohl markanteste Bauteil, immerhin dreht sich auf ihm die Schallplatte. Je nach Antriebsart ist der Teller direkt mit dem Motor verbunden oder wird indirekt über einen Riemen betrieben. Ein Faustregel sagt, je schwerer der Teller, desto besser der Klang. Dabei geht es einfach darum, dass ein schwerer Teller vibrationsärmer ist.

Zu dem Plattenteller gehört eine antistatische Matte. Sie soll die Platte schützen und stabilisieren.

Die meisten Plattenspieler lassen sich auf unterschiedliche Geschwindigkeiten einstellen, 33,3 U/Min für normale Platten, 45 U/Min für die kleineren Vinyl-Singles und 78 U/Min für alte Schelllackplatten. Angeben werden diese Einheiten meist RPM.

Der Tonarm

Der Tonarm, der über die Platte schwingt, ist notwendig damit die Nadel bzw. der Tonabnehmer Kontakt zu der sich drehenden Platte bekommen kann. Oft wird über den Arm nicht nur die Nadel in Position gebracht sondern auch die Geschwindigkeit mit überwacht und so ein sauberer Klang und Abspielfluß gewährleistet.

Je nach Plattenspieler Typ wird der Tonarm samt Tonabnehmer automatisch oder manuell in Position gebracht. Oft wird der Arm auch positioniert und dann über einen einfach Kippschalter herab gelassen.

Der Tonabnehmer

Oft wird der wichtige und einzige Teil der direkt Kontakt mit der Schallplatte hat einfach als Nadel oder Plattennadel bezeichnet. Die tatsächliche Nadel ist aber nur ein kleiner Teil der Baugruppe die sich Tonabnehmer nennt.

Ohne jetzt zu technisch zu werden… Der Tonabnehmer überträgt die Signale, die er auffängt in elektrische Impulse und leitet diese erst an den Plattenspieler und dann weiter an den Verstärker und die Lautsprecher, wo die Musik dann in akustische Signale umgewandelt wird.

Riemenantrieb vs. Direktantrieb

direktantrieb-oder-riemenantrieb

Beide Systeme haben ihre ganz eignen Vorteile und auch Nachteile. So überträgt der Direktantrieb seine Kraft direkt über die Mittelachse und ist fest mit dem Plattenteller verbunden. Was es hier nicht gibt ist Verschleiß an den Riemen. Außerdem haben die direktgetriebenen Modelle eine höhere Anlaufgeschwindigkeit und Tempowechsel sind auch schneller.

Mit der Pitch-Controll kann direkt Einfluss auf die Drehgeschwindigkeit genommen werden, das ist z.B. DJs, die gute Übergänge zwischen den Liedern mixen wollen besonders wichtig. Dafür kann es bei einem Direktantrieb aber dazu kommen, dass Vibrationen des Motors mit an den Teller übertragen werden. Gerade bei billigen direktgetriebenen Modellen ist das zu beobachten.

Diese Problem hat der Plattenspieler mit Riemenantrieb nicht. Die Kraft des Motors wird über einen Gummiriemen an den Plattenteller übertragen. Diese Entkopplung macht die Riementriebler laufruhiger.

Sie haben allerdings den Nachteil, dass der Riemen alle Jubeljahre getauscht werden muss. Während es bei günstigen Modellen durchaus merkbare Unterschiede zwischen den beiden Antriebsarten gibt, ist in der Preislage ab 1000 Euro aufwärts kaum noch ein Unterschied zu spüren.

Hier ist es dann wie so oft im Hifi, eine Geschmacksfrage.

Schnäppchen oder High-End?

Plattenspieler gibt es heute schon für deutlich unter 100 Euro und gerade diese Schnäppchen locken natürlich. Besonders interessant sind sie dann, wenn Sie noch gar nicht so genau wissen ob diese ganze Sache überhaupt etwas für Sie ist.

Andere Gründe für einen billigen Plattenspieler können sein, dass Sie einfach nur fix Ihre Plattensammlung digitalisieren wollen und danach soll der Plattenspieler eh auf dem Dachboden verschwinden.

Grundsätzlich kann man bei Plattenspielern aber sagen: U get what u give. Soll heißen wer billig kauft bekommt auch keine gute Qualität und das betrifft das Hören genauso wie das Digitalisieren von Schallplatten.

Ich persönlich würde vor allem dann zu einen besseren Gerät raten, wenn Sie auch wirklich Musik genießen wollen. Wir hoffen unser Plattenspieler Ratgeber hat Ihnen gefallen und auch wenn es sich jetzt wahnsinnig viel anhört, keine Panik. So schwierig ist das dann doch nicht mit den Schallplattenspielern und hier auf der Seite finden Sie sicher auch das passende Gerät für sich und Ihre Zwecke.

Hinweis: Dies ist eine private Internetseite und wenn in diesem Artikel die Rede von Test ist, dann handelt es sich dabei um persönliche Tests im privaten Umfeld. Zusätzlich dazu finden sich in den Produktempfehlungen auch Produkte, die in Testberichten anderer Publikationen recherchiert wurden, daher wird auch kein Testsieger gekürt. Sollten Sie Fragen dazu oder zu den einzelnen Produkten haben können Sie uns jederzeit eine Mail senden.

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