Optische Audiokabel für Plattenspieler und Hifi, TOSLINK und Co.

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Optische Audiokabel klingt erst einmal merkwürdig.

So wie vegetarische Würstchen…

Werden hier Tonaufnahmen sichtbar gemacht?

Sehen die Audiokabel vielleicht besonders hübsch aus?

Die Antwort ist simpel: Es geht um digitale Audiosignale, die auf optischem Wege übertragen werden.

Elektrische Impulse werden als Lichtwellen weitergeleitet, um danach wieder elektrisch weiterverarbeitet zu werden.

Der große Vorteil liegt in einer störungsfreien Signalübertragung und einer verlustfreien Abspaltung des Audiosignals anders als etwa bei HDMI-Kabeln.

TOSLINK und das Licht in Audio

Von Toshiba entwickelt wurden die heute standardisierten optischen Kabel, die den Musikgenuss perfektionieren können.

Wenn Sie sich einmal die Hinterseite Ihres DVD-Players, Computers oder Plattenspielers anschauen, können Sie einen kleinen, oft abgedeckten Anschluss „S/PDIF“ für „Sony/Philips Digital Interface oder auch direkt „TOSLINK“ erkennen.

Darin verbirgt sich eine kleine Photodiode, die rotes Licht im Takt der gewünschten digitalen Information entsendet.

Rein theoretisch könnten Sie jetzt den entsprechenden Anschluss Ihres Verstärkers oder Lautsprechers daneben stellen, um das Lichtsignal aufzufangen und weiterzuverarbeiten.

Tun Sie das aber nicht, denn genau hier kommt Ihr optisches Audiokabel ins Spiel.

Es nimmt die Lichtwellen auf, leitet sie verlustfrei weiter, und gibt sie dann wieder ohne Abschwächung ab.

Hierzu befindet sich im Inneren transparenter Kunststoff, bei teureren Modellen auch echtes Glas, aus denen es für das Licht auf seinem Weg kein Entkommen gibt.

Der Unterschied zu „normalen“ Kabeln

Licht ist eine wunderbare Erfindung der Natur.

Es gleitet so dahin, lässt sich mühelos umleiten, in Impulse zerhacken oder abschirmen, hat in einem Medium immer die gleiche Geschwindigkeit, kommt zuverlässig zu Hause an und beschwert sich nie.

Elektronen hingegen sind kleine störrische Biester.

Sie fliegen dahin, wo es ihnen gerade passt, reiben sich unentwegt aneinander, treten alle Nase lang sogar aus der Datenachterbahn aus.

So entstehen Widerstände, es gibt Wärmeverluste, alles muss abgeschirmt sein, die Lautsprecher brummen und das Hi-Fi-Herz weint.

Was den meisten gar nicht bewusst ist: Ein einzelnes Elektron in einem Stromkabel schafft in einer Minute vielleicht einen Millimeter an Wegstrecke, kann ganze Tage brauchen, um von der Steckdose in die Glühlampe zu gelangen.

Die dann doch recht hohe Stromgeschwindigkeit resultiert schlicht aus zahllosen Stößen, ähnlich wie in einem Wasserschlauch.

Das ist vergleichsweise mühsam.

Licht hingegen bewegt sich jederzeit mit, nun ja, Lichtgeschwindigkeit…

Audiosignale am besten optisch umwandeln

Es gibt also keinen Zweifel, dass die Lichtfaserübertragung der herkömmlichen Weiterleitung durch Kupfer in Sachen Abschirmung, Datensicherheit und Zuverlässigkeit überlegen ist.

Aber brauchen Sie wirklich optische Audiokabel?

Zunächst einmal ist zu sagen, dass TOSLINK-Kabel ausschließlich das Audiosignal abgreifen, während bei HDMI auch gleichzeitig das Bild mit in der Leitung steckt.

Sie können also beispielsweise ohne Einschalten des Fernsehers Ihren Blu-ray-Player zum unverfälschten Hören von Musik nutzen.

Wenn Sie die Signal gerne durch einen Verstärker schicken möchten, dann ist es natürlich umso schöner, wenn es nicht auch noch im Kabel zu Signalverlusten und Störsignalen kommt, die dann mitverstärkt werden.

Optische Kabel empfehlen sich vor allem dann, wenn Sie den Unsicherheitsfaktor eines Kabels ausschalten möchten und Ihre Geräte quasi direkt verbinden wollen.

Je länger das Kabel sein soll, desto größer wird dabei der Vorteil von TOSLINK.

Und je neuer die Geräte sind, desto störanfälliger sind sie für ihre eigenen elektromagnetischen Wellen.

Es muss aber auch gesagt werden, dass gerade das ungeübte Ohr in den meisten Fällen keine deutliche Verbesserung feststellen wird.

Wahre Hi-Fi-Fans hingegen schwören auf die Akustik der Optik.

Unsere Top 3 optischen Audiokabel

Im Grunde ist es fast egal welches optische Kabel Sie kaufen, hauptsache die Länge passt.

Nichtsdesotrotz gibt es einige Kabel die sich in der Vergangeheit mehrfach bewährt haben und die folgenden sind drei davon.

KabelDirekt Optisches TOSLINK Digital Kabel

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mumbi optisches Digitalkabel

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CSL HQ Platinum Toslink (optisch / digital) Kabel

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Praktische Tipps für den Kauf

Auch wenn theoretisch mit der handelsüblichen Technik Leitungen über 100 Meter möglich sind, sollten Sie sich für den optimalen Genuss auf bis zu 5 Meter beschränken.

Es gibt die Kabel in verschiedenen Dicken, die eine größere Abschirmung suggerieren wollen.

Das Licht jedoch kriegt nichts davon mit, was da draußen so alles an zusätzlichem Kunststoff verbaut ist.

Dickere Kabel haben jedoch den Vorteil, dass sie kleinere Biegeradien ermöglichen, also stärker geknickt werden können.

TOSLINK-Kabel sind recht starr und dürfen kaum verbogen werden. Bedenken Sie aber auch, dass Sie kein Staubsauger-Stromkabel kaufen, das ständig belastet wird, sondern ein Audiokabel, das über viele Jahre vor sich hin liegt.

Eine normale Kabeldicke sollte also genügen.

Und was Sie dann auch nicht brauchen, sind kleine Metallverstärkungen im Inneren, mit denen manchmal für eine größere Robustheit geworben wird.

Diese bringen dann auch gleichzeitig wieder unschöne Eigenströme mit ins Haus.

Unterm Strich sind optische Kabel zwar etwas teurer als elektrische, aber unter der großen Auswahl an optischen Kabeln reicht in den meisten Fällen auch schon ein günstiges.

Das TOSLINK im Einsatz

Wenn Sie dann einmal Ihr optisches Audiokabel in der Hand halten, können Sie es auch fast schon anschließen.

Der große Schritt ist jetzt noch, die unscheinbaren Kunststoff-Schutzkappen abzuziehen, ehe sich das Kabel mit Ihren Hi-Fi-Komponenten vermählen kann.

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber gerade Neulinge wissen nichts von den Kappen und zerstören so mit tatkräftiger Gewalt und einem Hauch an Heldenmut ihre wertvollen Buchsen.

Ist das Kabel dann aber einmal angeschlossen, könnte es einfacher nicht sein: Kommt ein Signal an, hat alles funktioniert.

Es gibt kein Rauschen wie zu analogen Zeiten oder irgendwelche Datenverzögerungen, es kann nichts mehr am Signal verbessert werden.

So sollte Ihrem neuen Musikgenuss nichts mehr im Wege stehen, wenn Sie ab jetzt nur noch optisch hören.

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