Was bedeutet 2.1 und 5.1 Anlage?

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Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich so langsam in das Thema Hifi und Plattenspieler reingerutscht bin, hab ich mich immer gefragt, was 2.1 Anlage und 5.1 Anlage bedeutet.

So richtig getraut zu Fragen habe ich mich aber auch nie, weil die Profis mit diesen Begriffen um sich werfen als müsste jeder wissen was das ist.

Lange Rede kurzer Sinn, es geht um die Unterschiede bei 2.1 und 5.1 Anlagen und was das überhaupt ist.

5.1 – Fünf Lautsprecher und ein Subwoofer

Bei 5.1 handelt es sich um eine aus dem Kino stammende Aufnahmetechnik, bei der fünf Hauptkanäle und ein Tieftonkanal benutzt werden.

Dabei werden drei Hauptlautsprecher vorne links, in der Mitte und rechte (LCR) platziert.

Zwei Lautsprecher werden links und rechts im hinteren Bereich (LsRs) aufgestellt

Und den Abschluss bildet ein Tieftonlautsprecher (LFE „Low Frequency Effects“ bzw. „Low Frequency Enhancement“), der auch Subwoofer genannt werden kann.

Der Tieftonlautsprecher hat den zusätzlichen Vorteil, dass er in der Lage ist, tiefere Töne zu verwerten und zu beschallen, als es die Hauptkanäle zu tun vermögen.

Dabei bilden die fünf Lautsprecher den sogenannten ITU-Kreis, innerhalb dessen die Töne am besten verteilt sind.

Diese Lautsprecher-Aufstellung gewährleistet wegen der großen Flächenversorgung besonders in Szenen, die draußen aufgenommen werden, eine bessere Tonqualität.

Hintergrundgeräusche werden einfach besser wahrgenommen.

Deswegen wird die 5.1-Aufstellung auch in den Kinos verwendet.

Der Vorteil ist neben der besseren Tonqualität im Kinosaal die bessere Verteilung des Tons.

Auch Zuschauer, die eher in der Mitte des Kinosaals sitzen, genießen eine ähnlich gute Akustik wie Zuschauer in der Nähe eines Lautsprechers.

In heutiger Zeit wird diese Aufstellung zunehmend privat beim digitalen Fernsehen oder bei DVDs bevorzugt, sodass der Zuschauer unabhängig von seiner Position im Zimmer beste Klangqualität hat.

In Verbindung mit den immer größeren Fernsehbildschirmen spricht man in diesem Zusammenhang vom Heimkino.

Besonders in großen Wohnzimmern mit bestens ausgerüsteter Technik, dem 5.1-System und dem riesigen Flachbildschirm erinnern die Bedingungen beim Fernsehen bereits denen im Kino.

5.1 bezieht sich als einfach die Menge der Boxen (2 Frontspeaker, 2 Rearspeaker, 1 Centerspeaker und ein Subwoofer).

Beispiele für diesen Analgetyp wären das Logitech Z906 3D-Stereo-System* oder auch das Concept E Digital System von Teufel.

Für alle die sich ihr Setup gerne selber zusammenstellen, hier finden Sie die besten Regallautsprecher im Test.

2.1 – Zwei Lautsprecher und ein Subwoofer

Das 2.1-System beschreibt die Aufstellung von zwei Lautsprechern in Verbindung mit einem Subwoofer.

Auch hier kann der Subwoofer tiefere Töne verwerten als die Lautsprecherboxen.

Um bei diesem System das beste Klangerlebnis herzustellen, sollten die zwei zusätzlichen Lautsprecherboxen zusammen mit dem Hörer ein gleichschenkliges Dreieck bilden.

Bei diesem klassischen Stereodreieck sollte der Abstand zwischen Hörer und beiden Lautsprecher dieselbe Distanz haben.

Die Lautsprecher sollten dabei einen Winkel von 60 Grad zum Hörer besitzen. Dadurch wird ein sogenannter Sweet Spot an der Spitze des Dreiecks erzeugt, d. h. dort, wo der Hörer sitzt, entsteht der optimale Punkt, an dem die klangliche Qualität am intensivsten wahrgenommen werden kann.

Im Vergleich zum ITU-Kreis beim 5.1-System ist das Stereodreieck beim 2.1-System naturgemäß kleiner.

Hier fällt der Wegfall von drei Lautsprechern dadurch ins Gewicht, dass eine wesentlich geringere Fläche mit akustisch konstanter hochwertiger Beschallung versorgt werden kann.

In einer Privatwohnung ist das 2.1-System aber in den meisten Fällen ausreichend.

Oft sind 2.1 Anlagen, die also aus 2 Boxen und einem Subwoofer bestehen, an PCs bzw. Computern zu finden.

Aussehen kann so eine 2.1 Anlage wie das Teufel Ultima 20 Complete System*.

Vorteile dieser Systeme

Beide Systeme stellen eine Verbesserung gegenüber dem klassischen 2.0-System dar, wo nur die beiden Lautsprecherboxen für die Tonalität zuständig sind.

Neben einem besseren Klangerlebnis und einer besseren Tonstreuung beim z.B. Fernsehen schätzen die Anwender auch die bessere Akustik bei komplexen Computerspielen.

Das Klangerlebnis wird als weniger distanziert empfunden, sondern als realistischer, sodass der Effekt einem stärkeren Verschmelzen in die Handlung gleichkommt.

Und natürlich kann auch beim Musikhören durch diese Systeme ein Musikerlebnis erzeugt werden, bei dem die Musik intensiver und mit besserer Qualität wahrgenommen wird.

Aber nicht vergessen, ohne den passenden Verstärker wird es nicht viel zu hören geben, außer natürlich es handelt sich um Aktivboxen.

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